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Reise von Zagreb nach Istrien und zurück in sieben erlebnisreichen Tagen

Individualreise nach Kroatien- Istrien

Erste Tag 

Am Flughafen in Zagreb heißt uns unser Reiseleiter Josip Boljuncic (JB) willkommen. Schon der erste Eindruckist sehr gut, da alles optimal vorbereitet ist. Mit dem Auto geht es zum Hotel, wo wir nur kurz das Gepäck deponieren, um sogleich einen Spaziergang durch die Hauptstadt Kroatiens zu machen. Von der Aussichtsplattform des „Wolkenkratzers“ im Stadtzentrum haben wir einen wunderbaren Blick auf den Ban-Jelačić-Platz. Trotz des fröhlichen Karnevalstreibens an diesem Tag können wir die Quelle gut erkennen, die den Namen der Stadt begründet: zagrabiti „(Wasser) schöpfen“. Der duftende Gemüsemarkt und die farbenfrohen Blumenstände sprechen unsere Sinne an.

Nach einer Verschnaufpause in einem der Straßenkaffees der  Fußgängerzone geht es zum Auspacken zurück ins Hotel.Abends gönnen wir uns ein Drei-Gänge-Menü im vom Reiseführer empfohlenen Restaurant Cuvee http://restaurant-cuvee.hr. Der Verdauungsspaziergang führt uns zur eindruckvoll illuminierten Kathedrale.

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Zagreb der Markusplatz

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Zagreb Kroatisches Nationaltheater

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Zweiter Tag

Heute erwartet uns eine mehrstündige Stadtführung, fachkundig und unterhaltsam präsentiert von Thea, die uns zusammen mit JB begleitet. Wir lernen Zagreb von seiner historischen Seite kennen, bestaunen die Wettersäule am Zrinjevac-Platz, sehen die Glagoljica in der Kathedrale und laufen die längste Straße, die Ilica, entlang. In Erinnerung bleibt auch die plastische Beschreibung von Kroatiens Form als „Kipferl“. Auch die historische Drahtseilbahn probieren wir aus und lassen uns damit in die Unterstadt bringen. Nach all diesen Eindrücken müssen wir uns stärken: Wir genießen Hausmannskost am Gemüsemarkt: Rindersuppe mit Nudeln, Tafelspitz und Kartoffelpüree sowie eine Nudelspezialität. Ein Höhepunkt kulinarischer Art wartet abends auf uns: Zum Abschied von Zagreb geht es in die Konoba „Opas Traum“. Wir erfreuen uns an herzegowinischen Spezialitäten. Frittierten Teigbällchen mit Butterschmalz und Feta, sowie einem Arme-Leute-Essen von einst: Frosch. Zunächst vorsichtig machen wir uns ans Essen, und genießen dann aber die außergewöhnliche Spezialität sehr. Die Atmosphäre ist heiter und wir haben viel Spaß nicht nur mit unseren Fröschen!

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Wettersäule am Zrinjevac

Dritter Tag:

Abfahrt in Richtung Istrien. JB chauffiert uns in die Kvarner Bucht nach Rijeka bzw. Opatija. Wir genießen schmackhaften Kaffee bzw. heiße Schokolade auf der Terrasse eines Cafés und blicken dabei aufs Meer. Ein Hauch von Frühling macht unseren Spaziergang durch den Ort mit den prachtvollen Hotels und alten Villen zum Vergnügen. Danach geht’s weiter nach Rovinj, dem Ausgangpunkt unserer Istrien-Ausflüge und Aufenthaltsort bis zur Heimreise. Bei unserer Ankunft dort regnet es leicht, was der Schönheit des Örtchens keinen Abbruch tut.

Ein weiteres Highlight ist das Hotel: Wir „residieren“ im überwältigenden 5-Sterne-Design-Hotel lone. Eigentlich wollen wir das Hotel anfangs gar nicht mehr verlassen, doch JB lockt mit einem Altstadtspaziergang. Rovinj bezaubert uns mit seinen engen Gässchen, der Euphemija-Kirche und dem malerischen Hafen.

Unser Restaurant heute ist eine Konoba in einem Außenbezirk. Dort bereitet man ein Schupfnudelgericht mit wildem Spargel zu und serviert Sardellen und Tintenfisch vom Grill zu Mangold mit Kartoffeln. Das Geschmackserlebnis wird abgerundet durch eine Soße aus Petersilie, Knoblauch und Olivenöl. Dass alles typisch für die Gegend und von bester Qualität ist, beweisen die vielen Einheimischen, die es sich ebenfalls in der Konoba schmecken lassen. Zum Abschluss wird ein sehr interessanter Fenchelschnaps gereicht. Bodenständig, hochwertig und ehrlich ist diese Kost – wir genießen in vollen Zügen! Wir merken schon, dass wir zunehmen, da nutzt auch der coole Fitnessbereich im Edel-Hotel nichts!

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Rovinj-Istrien

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Gegrillte Calamari und Sardinen

 

 

 

 

 

 

 

 

Vierter Tag:

Heute haben wir uns Istriens Süden gewünscht. Die Fahrt geht nach Pula. Auch hier erweist sich JB als beschlagener Kenner Istriens: Wir erfahren viel über die römische Vergangenheit, besichtigen das Amphitheater und schlendern durch die Stadt zur Festungsanlage, von wo aus wir auf die Stadt und die moderne Werft blicken. Als gebürtiger Istrianer macht JB uns vertraut mit dem Alltag und der wirtschaftlichen Entwicklung, auch jenseits der Tourismusbranche.

Das Essen nehmen wir wieder in einer Konoba ein, die offenkundig von vielen Einheimischen geschätzt wird. Wir verstehen schnell, warum: Die Portionen sind üppig, die Qualität ist exzellent. Wir entscheiden uns für Gnocchi mit Wildragout, sowie für Schweinelendchen und Würstchen in Weinsoße bzw. vom Grill, zu dem Sauerkraut gereicht wird. Der offene Teran ist eine weitere positive Überraschung. Und so machen wir uns zufrieden auf den Rückweg nach Rovinj. In Vodnjan haben wir das große Glück, die sog. Mumien besichtigen zu dürfen, Reliquien von Heiligen, die in der dortigen Kirche aufgebahrt bzw. aufbewahrt werden. Der Pfarrer zeigt uns die Ausstellung in einer Exklusiv-Führung. Das hätte er wohl für ein paar Deutsche alleine nicht getan. JB als „Insider“ öffnet uns gewissermaßen die Türen.

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Koatien-Istrien -Pula – Amphitheater

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Vodnjan – Istrien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fünfter Tag:

Aschermittwoch – Fasttag. Bis jetzt haben wir Istrien nicht mit „Einschränkung“ in Verbindung gebracht. Wie sich herausstellt, wird dies auch heute nicht geschehen, obwohl wir uns für ein Fischessen entscheiden, denn JB schlägt die Konoba Astarea in Brtonigla vor. Doch vorher wollen wir Istriens Westen erkunden – wir tun dies zunächst mit einer Tour zum Limski-Kanal, wo wir Steine im Wasser hüpfen lassen und uns die Muschelzucht ansehen. Danach geht’s weiter nach Porec, das mit der Euphrasia- Basilika mit den wunderschönen byzantinischen Mosaiken eine UNESCO Weltkulturerbe-Stätte beherbergt. Beeindruckt von der Schönheit und Komplexität der Mosaike schlendern wir zum einstigen römischen Forum, dem Trg Marafor.

Jetzt machen wir uns auf den Weg zu unserem „Fastenessen“: Wie sich herausstellt, handelt es sich um ein kulinarisches Feuerwerk – wir probieren alles, was das Meer hergibt und der Wirt empfiehlt: Salat von der Seespinne, Sardellen mariniert bzw. gesalzen, Paste vom Stockfisch mit Knoblauch und Olivenöl vermischt, sowie gegrillte Jakobsmuscheln. Dazu wird knackfrischer Gartensalat und getoastetes Brot serviert Der Hauptgang brutzelt derweil vor unseren Augen und dem wässrigen Mund auf dem Grill: Garnelen und Silberbarsch. Fisch muss schwimmen: Das tut er zum Abschluss in Espresso bzw. Mistelschnaps.

Auf dem Nach-Hause-Weg nehmen wir Grožnjan mit, ein wunderschönes, malerisches Künstlerdorf. Das Dörfchen mit all den kleinen liebevoll und originell gestalteten Häusern bezaubert uns.

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Kroatien-Istrien-Poreč – Euphrasius Basilika

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Kroatien-Istrien-Grožnjan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sechster Tag:

Wir haben zugenommen, welch ein Wunder! Da hilft nur Bewegung. JB empfiehlt eine kleine Wanderung durch den Naturpark Zlatni rt (Goldene Kap), der direkt hinter dem Hotel liegt. Wir sind überrascht von der Vielfalt dieses Parks, der einen reichhaltigen Baumbewuchs, beeindruckende Felsformationen und wunderbare Aussichten auf das Meer bietet. Es dauert nicht lange, und wir entdecken Mäusedorn, wilden Spargel und junge Triebe, die in der istrianischen Küche z.B. in Form von Omeletts genossen werden. An den Steinen im Meer finden wir Muscheln und Schnecken. Bei fast sommerlicher Temperatur genießen wir die Natur und lassen uns die erfrischende Brise um die Nase wehen. Nach wunderschönen zwei Stunden kommen wir zum Hotel zurück, von wo aus wir uns auf den Weg zum Weingut unseres Reiseleiters machen. Dort bereiten wir aus dem gesammelten „Grünzeug“ ein Omelett, das wir mit Weißbrot genießen. Zum Nachtisch gibt es noch eine Olivenölverkostung, die uns klarmacht, warum Istriens Öl zum besten der Welt zählt – einfach köstlich!

Wir haben heute noch ein wenig Zeit, die wir für einen letzten Ausflug nutzen möchten. JB empfiehlt Motovun, die mittelalterliche Festungsstadt, von der aus man einen wunderbaren Blick in die weite Landschaft hat. Während der Vorsaison unterwegs zu sein, hat zwar den Nachteil, dass viele Cafés und Konobas geschlossen haben, aber dafür können wir sehen, was den Ort ausmacht: Die Schönheit des Festungsortes und seine Lage sind atemberaubend. Vermutlich wären wir an diesem Tag in eine bereits entdeckte Lokalität zum Essen zurückgekehrt, doch dank JB können wir auch heute wieder etwas Neues ausprobieren, das mit den Konobas der Vortage nur eines gemeinsam hat: die hohe Qualität! Wir  probieren Istrischen Schinken und Käse zur Vorspeise und drei verschiedene Nudelgerichte zum Hauptgang: eine Art Ravioli mit wildem Spargel, Bandnudeln mit Pilzen und Fuži mit Trüffeln. Auch hier werden wir vom Service gut beraten und äußerst freundlich bedient.

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Zatni-Rt in Rovinj

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Fuži mit schwarzen Trüffel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siebter Tag:

Abreise. Wir nehmen Abschied vom Luxushotel und es geht mit dem Auto zurück nach Zagreb. Dort besuchen wir ein bosnisches Lokal, um ein „kleines“ Mittagessen zu uns zu nehmen. Wir probieren Salat, Nudeln und gefühlten Ćevap, sowie Hühnerzopf und sind auch hier wieder überrascht und angetan von der hohen Qualität und Güte des Servierten. Den Abschluss bildet bosnischer Kaffee, traditionell im Kupferservice zubereitet.

Kaffe

Kaffee

Traurig über die rasende Zeit, erfüllt von all den Eindrücken und froh, ein absolutes Reise-Highlight erlebt zu haben, nehmen wir Abschied von Kroatien und unserem Reiseleiter, der uns während der Woche zum Freund geworden ist!

Es ist nicht möglich, lückenlos all das aufzuzählen, was wir erlebt haben. Die wenigen Tage waren so intensiv und erholsam, wie es manchmal zwei Wochen nicht sind. Danke und auf Wiedersehen, Kroatien!

Unser Fazit: unbedingt empfehlenswert!

 

Frau H. mit Tochter aus München

 

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Reise von Zagreb nach Istrien und zurück in sieben erlebnisreichen Tagen, 4.6 out of 5 based on 14 ratings

2 Kommentare

  1. veselka

    genial…..bravoooo……..

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  2. Dieckmann

    Toller Bericht.

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